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Wir verstehen die Kunst des Handelns
Die jahrzehntelange Erfahrung, die Nähe zu Immobilienmärkten und die enge Vernetzung ermöglichen es uns, Immobilienchancen aufzudecken und in der richtigen Marktphase schnell umzusetzen.
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Mit unseren Experten aus den Bereichen Asset und Property Management, Vermietung und Projektentwicklung betreuen wir Immobilien ganzheitlich und verstehen sie bis ins kleinste Detail. Mit zehn Standorten in Europa sind wir jederzeit nah an den Immobilien.
Wir nehmen die Herausforderungen der Zukunft an. Das frühzeitige Erkennen von Marktveränderungen, die Umsetzung von regulatorischen Anforderungen und zukunftsgerichtetes digitales Management sind Teil unserer Unternehmensphilosophie.
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Warburg-HIH Invest setzt Nachhaltigkeitsstrategie mit Smart Meter Rollout weiter um

Warburg-HIH Invest setzt Nachhaltigkeitsstrategie mit Smart Meter Rollout weiter um

  • Energieverbrauch der Immobilien ist künftig in Echtzeit messbar
  • Warburg-HIH Invest hat Westbridge mit Smart Meter Rollout für das Deutschland-Portfolio beauftragt
  • Energieeinkauf erfolgt aus erneuerbaren Energiequellen
  • Nachhaltigkeit ist Bestandteil des ganzheitlichen Investitionsprozesses

Hamburg, 9. Juli 2020 – Die Warburg-HIH Invest Real Estate (Warburg-HIH Invest) verfolgt konsequent die Umsetzung ihres Nachhaltigkeitsprogramms. „Unser Ziel ist die weitmöglichste ressourcen- und energieschonende Bewirtschaftung unserer Immobilienportfolien. Wir nutzen stringent Gestaltungsmöglichkeiten, um Auswirkungen auf die Umwelt zu optimieren und sozialen Komponenten Rechnung zu tragen“, erklärt Söhnke Erichsen, Head of Corporate Management und Leiter ESG der Warburg-HIH Invest.

Nachhaltigkeit ist Bestandteil des ganzheitlichen Investmentprozesses der Warburg-HIH Invest. Dazu zählen bspw. eine obligatorische Environmental Due Diligence im Ankaufsprozess, der nachhaltige Energieeinkauf und der Einsatz von Mietverträgen mit Nachhaltigkeitsklauseln – sogenannte Green Leases.

Die Digitalisierung des Messstellenbetriebs ist ein weiteres wesentliches Element der ESG-Strategie, für das die Warburg-HIH Invest den Betriebskostenspezialist Westbridge beauftragt hat. Westbridge stattet das deutsche Teilportfolio der Warburg-HIH Invest mit intelligenten Messsystemen aus. Der sogenannte Smart Meter Rollout wird dabei an Strom- und Gaslieferstellen von insgesamt 139 Objekten durchgeführt. Das Portfolio umfasst überwiegend Gewerbeobjekte mit einer Gesamtmietfläche von mehr als einer Million Quadratmeter und einem Volumen von sechs Milliarden Euro.

„Die flächendeckende Optimierung der Energieverbräuche unserer Immobilien und die Erhebung lückenloser Gebäudedaten sind für uns ein wichtiger Schritt zur erfolgreichen Umsetzung unserer ESGStrategie“, sagt Alexander Eggert, Geschäftsführer der Warburg-HIH Invest. Neben der Einführung von Smart Meter stellt die Warburg-HIH Invest ihr Portfolio derzeit sukzessive auf die Versorgung mit Ökostrom und -gas um.

Im Rahmen der Mandatierung begleitet Westbridge den gesamten Prozess und implementiert ein einheitliches und digitales Energiemanagementsystem für die 139 Objekte. Somit kann die Warburg-HIH Invest künftig den Energieverbrauch aller Immobilien detailliert in Echtzeit überwachen und unerwartete Mehrverbräuche direkt identifizieren. „Nach einer Portfolioanalyse haben wir sämtliche Daten der 2/3 Energieversorgung erhoben und Einsparpotenziale offengelegt. Jetzt geht es darum, passgenaue Maßnahmen für eine deutliche Reduzierung des Carbon Footprints der Immobilien umzusetzen“, sagt Rüdiger Salzmann, Geschäftsführer von Westbridge.

Smart Metering beschreibt einen zentralen Teil der Digitalisierung der bundesweiten Zählerinfrastruktur. Bis zum Jahr 2032 sollen intelligente Messeinrichtungen (Smart Meter) die bestehenden Zähler in allen deutschen Haushalten ersetzen. Rund 1,9 Millionen Letztverbraucher sind von dem verpflichtenden Austausch der mechanischen Zähler betroffen.

„Unser Ziel ist die weitmöglichste ressourcen- und energieschonende Bewirtschaftung unserer Immobilienportfolien. Wir nutzen stringent Gestaltungsmöglichkeiten, um Auswirkungen auf die Umwelt zu optimieren und sozialen Komponenten Rechnung zu tragen.“

Söhnke Erichsen, Head of Corporate Management und Leiter ESG
Warburg HIH Invest

„Die flächendeckende Optimierung der Energieverbräuche unserer Immobilien und die Erhebung lückenloser Gebäudedaten sind für uns ein wichtiger Schritt zur erfolgreichen Umsetzung unserer ESG-Strategie.“

Alexander Eggert, Geschäftsführer
Warburg HIH Invest

„Nach einer Portfolioanalyse haben wir sämtliche Daten der Energieversorgung erhoben und Einsparpotenziale offengelegt. Jetzt geht es darum, passgenaue Maßnahmen für eine deutliche Reduzierung des Carbon Footprints der Immobilien umzusetzen.“

Rüdiger Salzmann, Geschäftsführer
Westbridge



Institutionelle Investoren rechnen langfristig mit höheren Renditen aufgrund ESG-Kriterien

Institutionelle Investoren rechnen langfristig mit höheren Renditen aufgrund ESG-Kriterien

  • Warburg-HIH Invest hat rund 100 institutionelle Anleger zum Thema Nachhaltigkeit befragt
  • Viele institutionelle Anleger befinden sich noch in der Implementierungsphase der ESG- Kriterien
  • Erhöhter Beratungsbedarf bei Anlegern insbesondere zu ESG-Reporting

Hamburg, 2. Juli 2020 – Die Mehrheit der institutionellen Anleger (51 Prozent) rechnet mit langfristig höheren Immobilienrenditen, wenn bei Investitionsentscheidungen ESG-Kriterien berücksichtigt werden. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage, die die Warburg-HIH Invest Real Estate (Warburg-HIH Invest) unter rund 100 Teilnehmern durchgeführt hat. 11 Prozent der Befragten würden sogar eine um 0,2 Prozentpunkte geringere Rendite in Kauf nehmen, um ESG-Kriterien zu erfüllen. Rund 70 Prozent halten ESG-Kriterien bei Investmentscheidungen für relevant bzw. wollen diese zeitnah einführen. Ein Großteil der institutionellen Anleger befindet sich hier allerdings noch in der Implementierungsphase. Rund 55 Prozent planen, erst mittelfristig diese Kriterien einzuführen. Dagegen wollen nur 13 Prozent keine Nachhaltigkeitskriterien einführen.

„Institutionelle Anleger beschäftigen sich intensiv mit dem Thema ESG. Die Umfrage bestätigt unsere Wahrnehmung aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden. Grundsätzlich stehen die meisten Investoren dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber: Sie suchen nach Partnern, die ESG-Kriterien langfristig in Investmentstrategien implementieren und sie auch professionell beraten können. Das bestätigt auch, dass die Mehrheit der Umfrageteilnehmer langfristig mit höheren Renditen aufgrund der ESG-Kriterien rechnet“, sagt Alexander Eggert, Geschäftsführer der Warburg-HIH Invest.

Derzeit nutzen nur knapp 20 Prozent der Befragten bereits inhouse definierte ESG-Kriterien bei Investmententscheidungen. Ein weiteres Viertel der befragten Investoren ist gerade dabei, diese intern zu erarbeiten. Rund 55 Prozent nutzen externe Ratings, um die Nachhaltigkeit von Investments zu bewerten.

Mit den ESG-Kriterien bei Investmententscheidungen ist das Reporting der Nachhaltigkeitskriterien eng verknüpft. Rund 40 Prozent der Investoren veröffentlichen bereits einen Nachhaltigkeitsbericht bzw. dieser ist in dem Geschäftsbericht integriert. Rund 20 Prozent planen einen Nachhaltigkeitsbericht einzuführen. Keine Veröffentlichungen nehmen 34 Prozent der Befragten vor und haben dies auch nicht mittelfristig in Planung.

Erhöhter Beratungsbedarf bei institutionellen Investoren Knapp 70 Prozent der Befragten wünschen sich Beratung zum Thema ESG. Institutionelle Investoren benötigen laut eigener Angabe vor allem beim Reporting von ESG-Kriterien (25 Prozent) und der Messung der Nachhaltigkeit von Portfolien/Fonds (23 Prozent) Unterstützung von externer Seite. Der Beratungsbedarf wird sich aufgrund der zunehmenden Regulierungsdichte noch weiter erhöhen, unter anderem durch die geplante Taxonomie-Verordnung der Europäischen Union. Rund 53 Prozent der Umfrageteilnehmer bereiten sich anhand der verfügbaren Informationen auf die geplante Taxonomie-Verordnung vor. Knapp ein Drittel möchte dagegen erst das Ende des Gesetzgebungsprozesses abwarten.

„Mit dieser Umfrage haben wir einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien gewinnen können. Wir sehen hier noch einen großen Beratungsbedarf, solange es keine einheitlichen Standards bzw. keine neue Regulierung von staatlicher Seite gibt“, sagt Alexander Eggert.

„ Die Umfrage wurde unter 101 institutionellen Anlegern durchgeführt. 25 Prozent der Umfrageteilnehmer verwalten ein Immobilienvermögen von über einer Milliarde Euro.

„Institutionelle Anleger beschäftigen sich intensiv mit dem Thema ESG. Die Umfrage bestätigt unsere Wahrnehmung aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden. Grundsätzlich stehen die meisten Investoren dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber und sehen es als sinnvoll an. Das bestätigt auch, dass die Mehrheit der Umfrageteilnehmer langfristig mit höheren Renditen aufgrund der ESG-Kriterien rechnet.“ „Mit dieser Umfrage haben wir einen guten Überblick über den aktuellen Stand der Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien gewinnen können. Wir sehen hier noch einen großen Beratungsbedarf, solange es keine einheitlichen Standards bzw. keine neue Regulierung von staatlicher Seite gibt.“

Alexander Eggert, Geschäftsführer
Warburg-HIH Invest



Experten rechnen mit stabilen Wohnungs- und Büroimmobilienmärkten – trotz massiver wirtschaftlicher Corona- Auswirkungen

Experten rechnen mit stabilen Wohnungs- und Büroimmobilienmärkten – trotz massiver wirtschaftlicher Corona-Auswirkungen

  • bulwiengesa-Prognose: Deutsche Wirtschaftsleistung sinkt 2020 um 5,8 Prozent, Wohnungs- und Büromärkte reagieren aber nur mit leichten Anpassungen
  • Die Märkte werden insbesondere durch die negative Stimmung nach unten gezogen
  • Weitgehend stabile Wohnungspreise und -mieten, Spielraum für Preissteigerungen wieder für das kommende Jahr prognostiziert
  • Trotz spürbarer Corona-Effekte blieben Eigentumswohnungen bei Anlegern gefragt, Verkaufsgeschwindigkeit bei vielen Projekten bereits wieder auf Vor-Corona-Niveau
  • Bürospitzenmieten in A- und B-Städten kaum von Corona-Krise betroffen, allerdings sehen Prognosen keine weiteren Preissprünge. Büroleerstand erhöht sich leicht
  • Baukosten könnten mittelfristig durch die Corona-Folgen fallen

Essen, Hamburg, 30. Juni 2020 – Das Beratungsunternehmen bulwiengesa AG geht in seiner Konjunkturprognose für 2020 von einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um 5,8 Prozent aus. Trotzdem bleiben die Wohn- und Büroimmobilienmärkte in den deutschen A- und B-Städten laut Experten von bulwiengesa, Instone Real Estate und Warburg-HIH Invest Real Estate weitgehend stabil. Auch wenn es in den kommenden Monaten zu leichten Preis- und Mietanpassungen kommen könnte, sind die Wohnungspreise und -mieten weitgehend konstant – mit Spielraum für Preissteigerungen sei aufgrund der anziehenden Nachfrage ab 2021 zu rechnen. Auch die Bürospitzenmieten in A- und B-Städten sind aufgrund der weiterhin hohen Flächennachfrage und dem geringen Flächenangebot von der Corona-Krise kaum betroffen. Allerdings sehen Prognosen erstmals keine weiteren Preissprünge wie in den vergangenen Jahren vor. Auch der Büroleerstand erhöht sich in den kommenden 24 Monaten nur leicht. Das sind einige der Ergebnisse der heutigen Online-Pressekonferenz „Deutsche Büro- und Wohnungsmarktprognosen 2020 – kurzfristiger Marktschock oder langfristiger Einbruch? Wie entwickeln sich die Immobilienmärkte?“

Insgesamt rechnet das Beratungsunternehmen bulwiengesa mit deutlichen konjunkturellen Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie: Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter bulwiengesa, erläutert: „Die Konjunktur in Deutschland bricht als Folge der Corona-Pandemie ein. Um die COVID-19-Pandemie abzubremsen, hatte der Staat die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland seit März stark eingeschränkt. Deshalb dürfte nach unseren Berechnungen das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 5,8 Prozent schrumpfen.“ Und Schulten ergänzt: „Die Rezession hinterlässt auch Spuren auf dem Arbeitsmarkt und vor allem im Staatshaushalt. Im Jahresdurchschnitt wird die Arbeitslosenquote auf 5,6 Prozent ansteigen. Dies entspricht einem Plus von 296.000 Arbeitslosen mehr als 2019.“ Allerdings würden Konjunkturpaket und Instrumente wie Kurzarbeit die Auswirkungen in Deutschland abfedern.

Büroimmobilienmärkte: Hohe Nachfrage und geringes Angebot garantieren Stabilität Daher rechnet bulwiengesa auch mit keinem Einbruch und nur geringfügigen Effekten für die deutschen Büromärkte in den A- und B-Städten. Schulten kommentiert: „Die deutschen Büromärkte sind geprägt durch eine hohe Flächennachfrage und ein geringes Angebot. Die Rezession, so wie sie sich momentan darstellt, ist aus unserer Sicht nicht wirklich gefährlich für den Büroimmobilienmarkt.“ Um seine These zu untermauern, führt Schulten noch eine weitere Zahl an. „In den Jahren 2005 bis 2020 sind in Deutschland rund zwei Millionen neue Bürobeschäftigte hinzugekommen. Die brauchen rund 50 Millionen Quadratmeter an Bürofläche. Gebaut wurden aber in derselben Zeit nur drei Millionen Quadratmeter. Das ist ein Garant für den Büroimmobilienmarkt.“ Daher geht bulwiengesa von stabilen Bürospitzenmieten aus, allerdings sehen Prognosen erstmal keine weiteren Preissprünge wie in den vergangenen Jahren vor. Auch der Büroleerstand würde sich in den kommenden Monaten nur leicht erhöhen.

Hans-Joachim Lehmann, Geschäftsführer der Warburg-HIH Invest Real Estate, kommt zu einem ähnlichen Schluss: „Im Bereich Büroimmobilien ist die Corona-Krise ein atypischer Faktor, der nicht aus ökonomischen Gründen entstanden ist. Die Stimmung zieht derzeit die Märkte nach unten. Die Stimmung wird sich aber wieder aufhellen. Denn die Krise trifft einen robusten Büroimmobilienmarkt mit historisch niedrigen Leerstandsraten und einer geringen Produktpipeline.“ Und Lehmann ergänzt: „Die Herausforderung ist die Plötzlichkeit der Krise, aber nicht die langfristigen Folgen. Die aktuellen Entwicklungen auf dem Büromarkt werden sich mittelfristig wieder zugunsten des Büromarkts nivellieren.“

Lehmann sieht aber noch andere Auswirkungen durch die Krise. Im Bereich Logistik und Einzelhandel wirke Corona als Treiber des E-Commerce. Im Bereich Büro ist es die Verschiebung der Flächennutzung, die sich durch Corona beschleunigen könnte. „Wir haben aktuell große Headquarters entwickelt und halten diese auch in unserem Bestand. Beispielsweise in der Messe-City Köln mit der Zurich-Versicherung. Was sich dort zunehmend verändert, ist die Nutzung der Flächen durch die Mitarbeiter. Es gibt zunehmend mehr Konferenzbereiche sowie Ruhezonen und modern gestaltete Pausenflächen. Es werden sehr am Leben orientierte Flächen in Büros gebaut. Diese Verschiebung der Flächennutzung wird sich fortsetzen und vermutlich durch Corona beschleunigt“, so Büroexperte Lehmann.

Denn aufgrund von Corona seien viele Büroarbeiter nun von jedem Punkt aus mobil arbeitsfähig. Das führe dazu, dass es zu einer Lockerung der Bindung zum Arbeitsplatz komme und die Mitarbeiter sich Ruhezonen suchen. Lehmann kommentiert: „So ist es beispielsweise bei Zalando, für die wir derzeit die Erweiterung des Headquarters entwickeln. Dort ist die Struktur offen und auf ‚mobile device‘ ausgerichtet, das ist neu. Corona wird zu einem Schub der Digitalisierung im Arbeitsbereich führen. Dadurch werden sich die Flächen innerhalb des Büros ändern. Aber sie sinken nicht.“

Wohnungsmärkte: Trotz leichter Korrekturen bleiben Märkte krisenfest Auch für die Wohnungsmärkte sehen die Experten eine weiterhin robuste Entwicklung. „Bei den Kaufpreisen für neue Eigentumswohnungen gehen wir von einer leichten Preisanpassung bis 2021 aus“, kommentiert Andreas Schulten von bulwiengesa. „Auch wenn es in den kommenden Monaten zu leichten Preis- und Mietanpassungen kommen könnte, sind die Wohnungspreise und -mieten weitgehend konstant – mit Spielraum für Preissteigerungen sei aufgrund der anziehenden Nachfrage ab 2021 zu rechnen“, so Schulten weiter.

Preissenkungen kann Kruno Crepulja, CEO Instone Real Estate, nicht erkennen. „Wir sehen momentan bei unseren laufenden Projekten keine fallenden Preise. Richtig ist, dass die Preise aktuell nicht steigen, sondern sich eher auf einem stabilen Niveau bewegen.“ Und natürlich hat auch der deutschlandweit aktive Wohnentwickler Instone die Covid-19-Auswirkungen in den vergangenen Monaten zu spüren bekommen. Crepulja: „Vertrieblich war zu Beginn der Corona-Krise ein deutlicher Effekt zu spüren, allerdings hat sich der Markt schnell wieder erholt. Ein anderer Punkt ist die Verkaufsgeschwindigkeit bei Eigentumswohnungen. Die hat sich anfänglich verlangsamt, ist aber bei vielen Projekten bereits heute wieder auf Vor-Corona-Niveau.“ Crepulja geht daher von einer stabilen Preissituation im Wohneigentumsbereich aus, mit steigenden Preisen rechnet auch er erst im Jahr 2021 wieder. Zudem geht der Wohnimmobilienexperte davon aus, dass der Markt weiter zurückhaltend reagieren wird. „Der Markt, aber auch wir, sind bei Neuentwicklungen vorsichtiger. Das ist auch vollkommen nachvollziehbar, weil die Auswirkungen momentan regional unterschiedlich und häufig nur schwer abzuschätzen sind. Selektiv planen wir aber auch in diesem Jahr weitere Grundstücksakquisitionen zu tätigen“, so Kruno Crepulja.

Der Instone-CEO blickt aber positiv in die Zukunft. Denn neben dem Einzelvertrieb von Eigentumswohnungen drängten momentan vor allem neue Käuferschichten in den Markt. „Wir registrieren momentan eine erhöhte Nachfrage von Family Offices und Privatvermögenden, die auch mal zehn bis zwölf Wohnungen am Stück kaufen. Ähnlich wie bei der Finanzkrise vor über zehn Jahren wollen diese Käuferschichten werterhaltende Investments mit stabilen Cashflows. Dafür nehmen sie auch niedrigere Renditen in Kauf.“ Und auch institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen kehren wieder als Käufergruppe zurück.

Crepulja führt noch zwei weitere Effekte durch Corona an. „Wir gehen davon aus, dass sich die Grundstückspreise einpendeln werden und für die nächsten 12-18 Monate stabil bleiben. Auch die Baukosten könnten mittelfristig durch die Corona-Folgen fallen. Das liegt vor allem daran, dass weniger Privathaushalte investieren, die deutsche Industrie große Projekte verschiebt und Bestandshalter weniger sanieren. Daher rechnen wir damit, dass in rund sechs Monaten die freien Baukapazitäten wieder ansteigen und der Wohnungsbau davon profitieren kann.“